Lion's 5 Stammbaum

Zeitreise der Brennerei

Wacholderbeere

Löwen leben in Rudeln – wie manch einer von Euch vielleicht weiß. Daher gibt´s uns nur in der Familienpackung. Also: Willkommen in unserer Generationen-Family! Der Jüngste Mitstreiter im Hause Reck ist 12 Jahre alt und hat zwei Geschwister und mit dem Brennen noch nichts am Hut. Der Kopf der Köpfe, was das Brennen betrifft, ist sein Vater Jürgen – an seiner Seite: Sandra.

Das Herzstück unseres Betriebes war und ist die Gastwirtschaft, der Gasthof zum Löwen in Wilflingen. Gasthof und Brennerei gehörten immer zusammen.

Sowie die Familie groß ist, ist die Familiengeschichte reich an Jahren. Die Wurzeln des Gastbetriebes reichen nachweislich bis in das Jahr 1844 zurück, als Wendelin Ott aus Ittenhausen den Löwen für 15.600 Gulden erwarb. Um 1900 etwa gingen der Gasthof mit Brennrecht, die dazugehörende Landwirtschaft und die Brauerei in den Besitz von Walburga und Benedikt Ott über. Das Paar bekam drei Söhne. Die beiden Ältesten wurden Braumeister und Landwirt. Beide fielen tragischerweise im 1. Weltkrieg. So war es keine Frage für den jüngsten Sohn Alfons, der eigentlich in Saulgau Lehrer werden wollte, heimzukommen und den elterlichen Hof zu übernehmen. Nach dem Tod des Vaters führte er den Hof gemeinsam mit seiner Mutter weiter, bis er 1935 die aus Langenenslingen stammende Emma Siebenrock heiratete. Aus dieser Ehe gingen drei Mädchen hervor, von denen die beiden Älteren auswärts heirateten.

Die Jüngste, Helga Ott, die in Langenenslingen verwurzelt war, lernte Hauswirtschafterin und heiratete 1972 Anton Reck. Anton war gelernter Schlosser und stammte ebenfalls aus einer Landwirtschaftsfamilie. Ab 1973 führten Anton und Helga den Löwen. Im alten Saal wurden große Feste gefeiert. Die zum Löwen gehörende Landwirtschaft gedieh gut und in der Brennerei wurden wieder gute Stöffchen gebrannt. Und so ist das auch heute noch: In Wilflingen einem Ortsteil der Gemeinde Langenenslingen, im Landkreis Biberach in Oberschwaben. Hier, in der Riedlinger Straße 1, entstehen mit neuem Geist weiter feine Spirituosen. Im April 2021 ist der liebe Anton leider gestorben und sein Sohn Jürgen hat die Führung auch in der Brennerei übernommen.

Wir brennen seit 4 Generationen – für Handwerk, Tradition und Genuss.

Wacholderbeeren am Strauch